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8. Januar 2013 um 15:27 Uhr

 

Arbeit


Meine berufliche Laufbahn ist bereits relativ lang.

Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte ich die vierjährige Lehre zum Polymechaniker. Diese wurde erfolgreich abgeschlossen.

Direkt im Anschluss an die Lehre trat ich in den Dienst der Armee. Dies als Lastwagenfahrer und Durchdiener. Die Idee bestand darin, alles an einem Stück zu absolvieren, so habe ich es hinter mir. Nach zehn Wochen Rekrutenschule wechselte ich in die Unteroffiziersschule. Danach musste der Grad als Obergefreiter abverdient werden und durfte mich Wachtmeister, also Gruppenführer nennen ... ;-) .

Die restliche Durchdienerzeit absolvierte ich bei den Logistiktruppen als Lastwagenfahrer.

Im Rückblick möchte ich die Zeit in der Armee auf keinen Fall missen, denn es war eine schöne und erlebnisreiche Zeit.

Nach einer kleinen Auszeit von Oktober bis Februar, begann ich mit der Ausbildung zum Lokführer. Dabei zog ich nach Flims im schönen Bünderland. Der Arbeitsort war Landquart und Chur. Nach fast zweijähriger Ausbildungszeit wechselte ich für kurze Zeit ins Engadin, mit Dienstort Samedan.

Wenig später bot sich mir die Möglichkeit, nach Brig zur Matterhron Gotthard Bahn (MGBahn) zu wechseln. Mit dem Wechsel ins Wallis ging für mich ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Zudem erwarb ich mir vorerst ein halbes Haus, später auch noch die andere Hälfte.

Nach drei Jahren trennte ich mich wieder von der MGBahn und genoss eine kurze Auszeit in Kanada. Im Anschluss leistete ich meine Dienste, weiter als Lokführer, wieder ab dem Dienstort Samedan im Engadin. Die erneute Zeit bei der Rhätischen Bahn (RhB), insbesondere mit der Strecke über den Bernina und Albula, hat mir sehr gefallen.

Da ich jedoch nun das Haus im Wallis hatte und dies nicht aufgeben würde, mir das Engadin zum Ferien geniessen gefällt, jedoch nicht zum dort leben und wohnen, wechselte ich nach der vereinbarten Aushilfszeit von einem Jahr ins Berner-Oberland, genauer in die Jungfrauregion zur Wengernalpbahn (WAB).

Nach genau einem Jahr ist es wieder Zeit, Abschied von der WAB, der einmalig schönen Landschaft vor der weltberühmten Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau und auch Abschied vom Beruf als Lokführer zu nehmen.

Seit dem 1. November arbeite ich als stv. technischer Leiter bei den Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn. Mit dieser Stelle werde ich auch noch die Ausbildung zum Seilbahnfachmann absolvieren. Einer der Träume, der schon länger irgendwo in meinem Kopf herumgeisterte.

Nun ergibt sich die Möglichkeit und packe diese Chance.

Der Entscheid, mich nach nur einem Jahr bereits wieder von der WAB zu trennen und auch weg vom Beruf des Lokführers, ist mir nicht leicht gefallen. Nach tiefgründigem Überlegen ist der Entscheid jedoch für mein Wohnort, das Haus, das Wallis und eben einen neuen Schritt gefallen.

Mit dem neuen Arbeitsort kann ich wieder voll dort Wohnen, wo ich mich zuhause fühle und auch dort arbeiten. Gespannt nehme ich diese neue Herausforderung an.

1. Novermber 2011 - 31.Oktober.2012 WAB Wengernalpbahn


Seit dem 1. November 2011 bis am 31. Oktober 2012 arbeite ich nun genau ein Jahr als Lokführer bei der WAB (Wengernalpbahn).

Es wird Zeit, Abschied zu nehmen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Diese Zeit werde ich immer als sehr gut in Erinnerung behalten. Es war durchaus eine sehr lehrreiche, interessante und abwechslungsreiche Zeit, die ich bei der WAB erleben durfte. So verlasse ich die WAB nicht, weil es mir nicht gefallen würde, sondern weil sich mit der neuen Stelle eine neue Möglichkeit eröffnet. Als stv. technischer Leiter kann ich nun noch die Ausbildung zum Seilbahnfachmann absolvieren und vor allem wieder im Wallis arbeiten und fix dort wohnen.


Allgemein die Zeit im Beruf des Lokführers möchte ich auf keine Art und Weise vermissen. Es war eine tolle Zeit, doch bietet der Beruf aus meiner Sicht keine besonderen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und führt irgendwie in eine Sackgasse.

Daher nutze ich die Chance, in meinem Alter noch eine weitere Ausbildung zu absolvieren. Verloren ist nie etwas ... ;-) .

1. September 2010 - 31. Oktober 2011 RhB Rhätische Bahn


In der Zeitspanne vom 1. September 2010 bis ende Oktober 2011 arbeitete ich wiederum als Aushilfs-Lokführer bei der RhB.

Da für mich im Voraus klar war, das der Dienstort Samedan für längere Zeit sein würde und ich nicht mehr fix zurück ins Engadin wollte, bot sich die Möglichkeit, vorerst ein Jahr, also befristet angestellt zu sein, mit der Möglichkeit, die Zeit zu verlängern, z.B. in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis.


Da ich genau drei Jahre von der RhB weg war, musste ich wieder eine Umschulung absolvieren. Diese dauerte gut sechs Wochen und wurde mit einer perjodischen Prüfung (Theorie) und einer Prüfungsfahrt (Praktisch) abgeschlossen. Kurze Zeit später erfolgte auch noch die Abnahmefahrt auf der Bernina-Linie.

Das führen der Züge über den Albula und den Bernina gehörte sicherlich mit Abstand zum schönsten, je erlebten.

Der Beruf als Lokführer, vor allem bei der RhB, hätte ich nicht so rasch hergegeben. Doch das Haus im Wallis und das Engadin waren für mich zwei gewichtige Gründe. Das Engadin ist zum Ferien geniessen sehr schön, jedoch für mich nicht zum dort leben und wohnen.

Daher fiel die Entscheidung nicht für die RhB und den Dienstort Samedan.

1. September 2007 - 31. Juli 2010 MGB Matterhorn Gotthard Bahn


Mit der Eröffnung der Lötschberg Basistunnels und dem grossen Fahrplanwechsel im Dezember 2007 benötigte die MGBahn zusätzliche, am besten bereits ausgebildete Lokführer.

Dies kam mir gelegen, da es mich eigentlich schon immer ins schöne Wallis gezogen hat.

Mit dem Wechsel zur MGBahn ging ein grosser Traum und Wunsch für mich in Erfüllung. Die Zeit bis im Dezember gefiel mir sehr. Doch nach und nach war die Arbeit bei der MGBahn für mich nicht mehr zufriedenstellend. Zuwenig Personal, unzählige Ereignisse und viel anderes bewegten mich dazu, meine Stelle per ende Juli 2010 zu künden.

Die Zeit bei der MGBahn werde ich als lehrreich und erweiternd in Erinnerung behalten.

1. Februar 2006 - 31. August 2007 RhB Rhätische Bahn


Am 1. Februar 2006 durfte ich bei der RhB in Landquart mit der Ausbildung zum Lokführer beginnen.

Ein grosser und langersehnter Wunsch geht somit in Erfüllung.

Zuerst werden die Grundlagen geschult. Später folgt die Ausbildung zum Rangierlokführer. Die Sommermonate über wird das Erlernte im praktischen Rangierdienst auf den Bahnhöfen von Landquart, Untervaz, Samedan und z.T. auch Chur vertieft und angewendet.

Im Herbst 2006 beginnt die Ausbildung zum Streckenlokführer. Dabei werden zuerst als Begleitperson alle Strecken mehrmals befahren und möglichst viele der Besonderheiten eingeprägt. Später werden die ersten Fahrversuche gemacht. Bis zur praktischen Prüfung im Frühjahr 2007 werden noch viele Fahrstunden in Begleitung des Lehrlokführers absolviert.

Die Ausbildung wird mit dem Bestehen der theoretischen und praktischen Prüfung bestanden.

Juni 2004 - 31. Oktober 2005 Schweizer Armee / LBA


Im Anschluss an die Lehre rücke ich im Juni 2004 in die Rekrutenschule ein.

Für die erste Zeit bin ich in Bremgarten AG stationiert. Wobei die Kaserne einsturzgefährdet ist, werden wir in der Zivilschutzanlage in Mellingen-Heitersberg untergebracht.

Die Grundausbildung ist interessant und intensiv. So erwerben wir in dieser Zeit ebenfalls den Lastwagenführerausweis, der ebenfalls zivil gültig ist.

Nach zehn Wochen Rekrutenschule wechsle ich nach Romont in die Unteroffiziersschule. Diese Zeit ist ebenfalls spannend und interessant.

Im Anschluss muss der Grad als Obergefreiter abverdient werden. Dies geschieht wiederum in Bremgarten / Mellingen-Heitersberg.

Die Durchdienerzeit verbringen wir in einer kleinen Gruppe als selbstständige Lastwagenfahrer. Am Anfang befinden wir uns noch in Fribourg-La Poya, später in Grolley.

Die Zeit vergeht schnell. Denn wir befinden uns immer auf Transportaufträgen unterwegs. Oft kommt es vor, das wir über längere Zeit unser Standort verschieben. So z.B. am eidg. Schützenfest in Frauenfeld, bei dem wir für praktisch den kompletten An- und Abtransport sämtlichen Materials verantwortlich sind. Während dem Schützenfest selber, besteht die Hauptaufgabe im Shuttle-Dienst der Personen zwischen Bahnhof und Festgelände.

Am Schluss leiste ich noch als Carfahrer bei dem MIlitärspiel in Aarau Gast-WK.

Insgesamt möchte ich diese tolle Zeit auf keinen Fall missen. Gute Kollegschaft und viel Interessantes gehörten zur Tagesordnung ... ;-) !

1. August 2000 - 31. Juli 2004 Lehre zum Polymechaniker


Endlich, der Schritt ins Erwachsenenleben ... ;-) .

Da ich später Lokführer werden möchte, gerne etwas Handwerkliches erlernen will, entscheide ich mich für die Lehre zum Polymechaniker.

Die Lehrzeit beginne ich bei der Von Roll Betec in Thun. Von Roll, eine damals noch so stolze, grosse Firma. Was jetzt noch übrig geblieben ist ... :-( , aber keine Angst, dies ist nicht meine Schuld ... ;-) !

In den ersten beiden Lehrjahren wird einem das Grundwissen vermittelt. So lerne ich Feilen, Meisseln, Sägen, Drehen, Fräsen und Bohren. Auch Grundkurse wie Pneumatik oder Steuerungstechnik gehören dazu. Nach zwei Jahren wird mit der Teilprüfung einen Teil der Lehre abgeschlossen.

Unterdessen ist auch dieser Teil der Firma Von Roll durch die RUAG übernommen worden. Einen Teil der Produktion wurde nach Altdorf UR verlagert und daher ist es nicht mehr möglich, drei Lehrlinge zu beschäftigen. Einer von uns dreien bleibt bei der RUAG Components (ex. Von Roll Betec), einer wechselt zu RUAG Land Systems und ich zu RUAG Munition, jetzt RUAG Amotec. Die letzten zwei Lehrjahre sind nicht weniger interessant und lehrreich.

Mit der Lehrabschlussprüfung wird die Lehre erfolgreich beendet.

Unzählige schöne Momente auf dem Streckennetz der RhB. Ob auf der Linie am Bernina oder Albula, eine Fahrt durch die Rheinschlucht oder auch durchs Prättigau oder Unterengadin. Jede Minute hatte ihren besonderen Reiz.

Am Morgen früh oder am Abend spät ergaben sich meistens die schönsten Momente.

Vor allem im Winter bot der Bernina und der Albula unzählige besondere Stimmungen.

Neuer ALLEGRA-Triebzug am täglichen Einsatz am Bernina und auch anderen Teilen des Streckennetzes der RhB.

Die weltbekannte Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau ist beeindruckend. Jeden Tag zeigten sich die drei Giganten von einer anderen Seite und in einem anderen Licht.

Auch im Berner-Oberland herrscht im Gebirge Winter mit viel Schnee. Dementsprechend schön ist es, durch diese verschneite Landschaft zu fahren.

Auch hier boten sich am Morgen oder Abend die schönsten Stimmungsbilder.

Vor allem beim Auf- oder Abzug einer Schlechtwetterfront oder bei Fohnlagen ergaben sich wunderschöne Momente.

1. November 2010 - ... LFE Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn


Am 5. November startete ich in einen neuen, beruflichen Abschnitt in meinem Leben.

So habe ich die Zusage zur ausgeschriebenen Stelle als stv. techn. Leiter bei den Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn erhalten.

Diese Stelle bringt mit sich, das ich noch die Ausbildung zum Seilbahnfachmann absolvieren kann.

Bereits im Oktober besuchte ich in STFW (schweizerische technische Fachschule Winterthur) den Vorkurs für die Grundprüfung. Diese wurde Anfang Dezember erfolgreich bestanden und somit darf ich am 21.1. mit den ersten sieben Wochen der Fachtechnik 1 starten.

Im Dezember durfte ich zudem auch den Pistenfahrzeugführerkurs besuchen. Auch dieser wurde erfolgreich beendet und bestanden.


Im Betrieb selber gibt es jeden Tag Neues und Interessantes zu erlernen. Bis jetzt war noch kein Tag gleich wie der Andere.

Der Hauptaufgabenbereich liegt darin, Arbeiten rund um den Seilbahnbetrieb zu erledigen. Technischer Unterhalt, Reparaturen oder Instandhaltung der Anlagen.

Neben den beiden Zubringerbahnen von Fiesch auf den Kühboden (Fiescheralp) und der Pendelbahn aufs Eggishorn, also drei Pendelbahnen von 100, 45 und 35 Personen Fassungsvermögen, gehören vier Bügellifte, ein kleiner Schlepplift, zwei 4er-Sessel (Garaventa) und ein 6er-Sessel (Leitner) zu unseren Anlagen.


Die Technik, die Steuerungen sind umfassend und komplex. Für mich nicht absolut neu, denn die Leitelektroniken der Triebfahrzeuge (Lokomotiven, Triebwagen und Triebzügen) waren ebenfalls komplex.


Bin gespannt, was ich in diesem Job und dieser Ausbildung alles erlernen werde. Auf jeden Fall freue ich mich ... .

Arbeiten am neuen Bohrer-Schlepplift auf der Fiescheralp.

Ansicht auf die Antriebseinheit des 6er-Sessel „Talegga“

Anlage: Leitner

Steuerung: SISAG

Abendstimmung über den Walliseralpen.

Arbeit: Pisten mit dem Pistenfahrzeug.

Blick aus dem Fenster des Büros ... ;-) .